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Gemeinde Ballwil

Gemeindeabstimmung 19. Mai 2019 - Sonderkredite Neubau Aushubwaschanlage Kieswerk und Sanierung/Aufwertung Dorfstrasse

Ballwil entscheidet am 19. Mai über den Bau einer Aushubwaschanlage für das gemeindeeigene Kieswerk. Damit wird die Dauer für den Kiesabbau in der bestehenden Kiesgrube von 20 auf 60 Jahre verlängert. Zudem werden die ökologischen Vorgaben von Bund und Kanton erfüllt. In einer zweiten Vorlage entscheiden die Stimmberechtigten über die Aufwertung und Sanierung der Dorfstrasse.

Der Gemeinderat macht für diese beiden Geschäfte mit einem grossen Investitionsvolumen von der Möglichkeit der Urnenabstimmung Gebrauch. Gemeindepräsident Benno Büeler hält fest: „Beide Vorhaben sind für Ballwil von grosser Bedeutung, die Finanzierung ist gesichert und die Realisierung wird ohne Steuererhöhung erfolgen."

Aushubwaschanlage mit Photovoltaikanlage

Der Gemeinderat will die Weichen für das Kieswerk so stellen, dass künftige Generationen möglichst lange daraus Nutzen ziehen können. Gemeinderat und Präsident der Kieswerkkommission Roger Mathis dazu: „Dieses Ziel wird am besten mit einer Aushubwaschanlage erreicht. Damit können neu auch angeliefertes Aushubmaterial sowie die Abdeck- und Zwischenschichten unserer Grube genutzt werden. Damit verlängern wir die Abbaudauer von 20 auf 60 Jahre.“ Wichtig für den Entscheid des Gemeinderates war auch, dass mit dem Bau der Anlage die ökologischen Vorgaben von Bund und Kanton erfüllt werden. Diese verlangen, dass nicht erneuerbare Rohstoffe wie Natursteine, Kies, Sand und Mergel haushälterisch, umwelt- und landschaftsverträglich genutzt werden. Auch dem Lärmschutz wurde Beachtung geschenkt. Gabriel Notz, Bereichsleiter der Gemeinde Ballwil, erklärt dazu: „Die Anlage wird in einer Gebäudehülle realisiert, so dass keine grösseren Lärmimmissionen entstehen sollten.“ Und als weitere fortschrittliche Massnahme wird auf Empfehlung der Energie- und Umweltkommission auf den Dächern der Anlage eine Photovoltaikanlage eingebaut, mit der rund 20 Prozent des Energiebedarfes für den Betrieb gedeckt werden kann.

Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 5.99 Millionen Franken. Der jährliche Reingewinn wird als Folge des höheren Betriebsaufwandes und der Abschreibung zwar etwas zurückgehen, dafür wird der Ertrag 40 Jahre länger fliessen. Die Rechnungskommission hat die vorgelegten Unterlagen beurteilt und erachtet das Projekt als wirtschaftlich und die Tragbarkeit für gegeben.

Die Kommission für Energie und Umwelt und die Kieswerkkommission erachten die Erstellung der Aushubwaschanlage als sinnvoll und zukunftsweisend. Sie empfehlen deshalb zusammen mit dem Gemeinderat die Vorlage zur Annahme.

 

Aushubwaschanlage: Funktion und Nutzen

Abdeck- und Zwischenschichten der Kiesgrube und auch angeliefertes Aushubmaterial werden in die Anlage eingefüllt, mit Wasser gemischt und durch Vibrationsanlagen und Siebe geführt. Durch diese Vorgänge werden Sand und Steine in der vorgegebenen Körnung herausgefiltert und sortiert. Der von Sand und Kies befreite Schlamm wird gepresst und in der Grube deponiert. Durch diese Verarbeitung dieser Materialien werden wertvolle zusätzliche Rohstoffe gewonnen. Für den Einbau des Restmaterials wird in der Deponie weniger Platz verwendet. Das gewonnene Deponievolumen steht für den Einbau von zusätzlichem, kostenpflichtigen externem Aushubmaterial zur Verfügung.

 

Aufwertung und Sanierung der Dorfstrasse

Diese Vorlage hat ihren Ursprung in der Zukunftskonferenz, die im Mai 2012 stattgefunden hat. Dabei zeigte sich, dass die Gestaltung des Dorfzentrum als positiv erlebbarer Begegnungsort einem zentralen Wunsch entspricht. Mit dem Fortgang der Planung zeigte sich, dass auch anstehende Sanierungen im Umfeld der Dorfstrasse und Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit ins Gesamtprojekt integriert werden müssen.

Gemeindepräsident Benno Büeler hält fest: „Dieses Projekt ist zu einem Gesamtprojekt herangewachsen, das optimal koordiniert in einem Zug umgesetzt werden muss. Nur so können erhebliche finanzielle Einsparungen erzielt und die Verkehrsbehinderungen auf ein Minimum beschränkt werden.“ Nach Abschluss des Projektes sollen die notwendigen Sanierungen fachgerecht ausgeführt, die Dorfstrasse aufgewertet, das Dorfzentrum attraktiver gestaltet und die Verkehrssicherheit für Fussgänger und Velofahrer wesentlich erhöht sein.

Für die Sanierungen Dorfbach, Kirchentreppe, Kanalisationsleitung und Belagssanierung entstehen Kosten von 1‘476‘000 Franken. Für die Aufwertung der Dorfstrasse und die Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit werden 1‘684‘000 Franken aufgewendet. Die Gesamtkosten belaufen sich somit auf 3.16 Millionen Franken. Die Rechnungskommission hat die vorgelegten Unterlagen beurteilt und erachtet das Projekt als wirtschaftlich und die Tragbarkeit für gegeben.

Der Gemeinderat empfiehlt die Vorlage zur Annahme.


Dokument Botschaft zur Gemeindeabstimmung vom 19. Mai 2019 (pdf, 1528.6 kB)


Datum der Neuigkeit 24. Apr. 2019
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