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Gemeinde Ballwil

Gemeindeversammlung vom 25.11.2015 - Unterlagen sind Online

Voranschlag 2016
Nachfolgend ein paar Bemerkungen zum besseren Verständnis des Voranschlags 2016:

Markanter Aufwandüberschuss
Der Gemeinderat hat sich in den letzten Wochen intensiv mit der Entwicklung des Finanzhaushaltes beschäftigt. Trotz den intensiven Spar- und Reorganisations-anstrengungen der letzten Jahre resultiert wiederum ein sehr grosser Aufwandüberschuss von über CHF 900‘000.00.

Entwicklung der Kosten und Einnahmen seit 2010
Im Rahmen der Erarbeitung des Voranschlages 2016 wurden wir unter anderem mit einer markanten Kostensteigerung im Bereich Bildung konfrontiert. Die Kosten der Oberstufe Eschenbach werden sich gegenüber dem Rechnungsjahr 2014 um über CHF 220‘000.00 erhöhen.
Schule:
Im Rechnungsjahr 2010 betrugen die Nettobildungskosten für die Gemeinde noch CHF 3‘237‘342.35. Im Rechnungsjahr 2014 wurden bereits Nettokosten von CHF 4‘014‘613.06 ausgewiesen und im Voranschlag 2016 rechnen wir mit Nettoaufwendungen für die Bildung von CHF 4‘257‘220.00. Die Kosten für das Bildungswesen haben sich somit seit 2010 um Netto über CHF 1‘000‘000.00 erhöht. Dies hat zur Folge, dass die Gemeinde heute rund 81 % des ordentlichen Steuerertrages des laufenden Jahres zur Deckung der Bildungskosten aufwendet. Dazu ist festzuhalten, dass der überwiegende Teil der zusätzlichen Aufwendungen aufgrund von Vorgaben Seitens des Kantons erfolgten, die wir nicht beeinflussen können. (u.a. Ausbau Wochenstundentafel, neue Verordnung für Deutsch als Zweitsprache) . Die Kostenentwicklung des Bildungsbereichs bleibt eine der ganz grossen Herausforderungen für unseren Finanzhaushalt. In den nächsten Jahren müssen wir mit weiteren grösseren Kostensteigerungen im Bildungswesen rechnen, da ein Schulhausneu-bau für das Oberstufenzentrum in Eschenbach sowie der Einführung des Lehrplanes 21 auf der Primarschulstufe anstehen.
Soziales:
Ähnlich zeigt sich die Kostenentwicklung in den Sozialbereichen (KESB / Sozialberatungen / Pflegekosten /EL etc.). Im Rechnungsjahr 2010 sind in diesen Bereichen Nettokosten von CHF 1‘811‘761.65 angefallen. Im Rechnungsjahr 2014 betrugen die Kosten bereits CHF 2‘221‘432.26 und im Voranschlag 2016 rechnen wir mit Nettokosten von CHF 2‘384‘570.00. Somit sind die Nettokosten innerhalb dieses Zeitraumes um über CHF 550‘000.00 gestiegen. Die Kosten für die eigentliche wirtschaftliche Sozialhilfe für Einwohnerinnen und Einwohner unserer Gemeinde sind unter Kontrolle. Eine Prognose der Kostenentwicklung ist eher schwierig. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich die Kosten auf hohem Niveau stabilisieren.
Übrige Bereiche:
In allen übrigen Bereichen der Gemeinde konnten die Nettoaufwendungen auf dem Stand vor fünf Jahren gehalten, resp. reduziert werden. Positiv ist zu vermerken, dass sich die ordentlichen Steuereinnahmen (Ertrag laufendes Jahr und Nachträge) in dieser Zeit um ca. CHF 700‘000.00 erhöht haben.

Massnahmen und Aussichten bis Budgetjahr 2018
Trotzdem genügen die bisher getroffenen Massnahmen bei weitem nicht, um in den nächsten Jahren ein ausgeglichenes Ergebnis erreichen zu können. Der Gemeinderat hat im Rahmen einer Klausur eine Immobilienstrategie erarbeitet, mit welcher kommende Sanierungs- und grössere Unterhaltsaufwendungen zeitlich optimal geplant werden können. Er will die Liegenschaften und Infrastrukturen auch weiterhin im bisherigen Rahmen werterhaltend unterhalten. Die Erarbeitung einer entsprechenden Strategie für Tiefbauten steht bereits auf der Traktandenliste.
Im Weiteren prüft der Gemeinderat zurzeit eine weitere Zusammenarbeit mit unseren Nachbargemeinden, um grössere Maschinen und Mobilien für Werk- und Hausdienste gemeinsam anschaffen und nutzen zu können. Er beschäftigt sich permanent mit Massnahmen zur Verbesserung der Finanzsituation und sucht nach weiterem Optimierungspotential, ohne die Qualität der bisherigen Dienstleistungen für die Einwohnerinnen und Einwohner zu schmälern.
Für den Gemeinderat ist aufgrund der Aufwandüberschüsse der letzten Jahre klar, dass sich der Finanzhaushalt in absehbarer Zeit markant verbessern muss. Er setzt sich zum Ziel, dass bis ins Jahr 2018 alle Richtwerte der bestehenden Finanzstrategie eingehalten werden oder sogar ein ausgeglichenes Resultat erreicht werden kann. Denn nur mit einem ausgeglichenen Finanzhaushalt können die anstehenden wichtigen Investitionen in die Zukunft getätigt werden, ohne unseren Nachkommen eine Schuldenlast zu überlassen.
Sollte das Ziel des ausgeglichenen Finanzhaushaltes trotz allen gemeinsamen Bemühungen bis zu diesem Zeitpunkt nicht zu erreichen sein, muss anlässlich des Voranschlages 2018 eine Steuererhöhung ins Auge gefasst werden.

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Traktanden finden Sie hier.

Datum der Neuigkeit 3. Nov. 2015
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