Ukrainekrise: Wohnraum gesucht

5. Juli 2022

Die angekündigte Zuweisung von Flüchtlingen an die Gemeinden ist inzwischen Wirklichkeit geworden. Die Anzahl der Plätze, welche die Gemeinden zur Verfügung stellen müssen, ist sogar vom Kanton noch höher angesetzt als ursprünglich geschätzt. Jede Gemeinde muss pro 1000 Einwohner/innen 23 Wohnplätze bereitstellen.

Für Ballwil heisst das konkret, in einem ersten Schritt, das heisst bis zum 1. September 2022, 47 zusätzliche Plätze zu suchen und zu finden. Ansonsten müssen wir Ersatzabgaben bezahlen. Der Gemeinderat ist intensiv am Suchen von Möglichkeiten, diese Leute unterzubringen.

Dringend Wohnraum melden

Bitte melden sie allfälligen Wohnraum so schnell wie möglich bei der Gemeindekanzlei (041 449 55 20 oder gemeindeverwaltung@ballwil.ch). Wir werden mit Ihnen Kontakt aufnehmen und dann den Wohnraum dem Kanton melden. Dieser wird die Wohnung besichtigen und bei Übereinkunft mit Ihnen einen Mietvertrag abschliessen. Es ist ebenfalls der Kanton, der die Wohnungen möbliert und einrichtet (falls sie es nicht schon sind).

 

Freiwilliges Engagement

Die aktuell in Ballwil wohnenden acht Personen aus der Ukraine haben sich gut eingelebt und leben relativ selbständig. Sie kennen Leute aus Ballwil, die sie wenn nötig begleiten. Die Kinder besuchen die Schule. Darum braucht es für sie keine weitere Unterstützung von Freiwilligen.

Wenn weitere Flüchtlinge zuziehen und Bedarf an Unterstützung besteht, werden wir die Leute kontaktieren, welche sich bereits für Freiwilligendienste gemeldet haben. Weitere Meldungen von Personen, die bereit sind, sich freiwillig für Flüchtlinge zu engagieren, sind willkommen (Kontaktdaten siehe oben).  

 

Zentrale kantonale Anlaufstelle

In der Bevölkerung ist eine grosse Solidarität mit den kriegsvertriebenen Ukrainerinnen und Ukrainer zu spüren. Für Fragen aller Art hat der Kanton Luzern eine zentrale Anlaufstelle und eine Info-Website eingerichtet.

041 228 73 73 jeweils von Montag bis Freitag von 8.00 bis 17.00 Uhr
infoline.ukraine@lu.ch

 

Informationen Bevölkerungsschutz

Aufgrund der Militärintervention Russlands in der Ukraine gehen zurzeit verschiedene Anfragen aus der Bevölkerung beim Kanton und den Gemeinden ein. Das wichtigste vorneweg: Zurzeit sind für die Bevölkerung keine besonderen Massnahmen nötig.

Information, Warnung und Alarmierung
Bei einer konkreten Gefahr alarmieren die Behörden die Bevölkerung mittels Sirenen und geben die Verhaltensanweisungen über Radio und Alertswiss bekannt. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS empfiehlt die Alarmierungs-App Alertswiss auf dem Smartphone zu installieren. Weitere und stets aktualisierte Informationen zum Bevölkerungsschutz finden auf dieser Website des Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS.

Schutzräume

Unter diesem Link kann der provisorische Schutzraum für jede Adresse abgefragt werden.

Im Kanton Luzern haben alle hier gemeldeten Personen im Ernstfall einen ihnen zugewiesenen Schutzraum. Dieser befindet sich entweder im Untergeschoss des eigenen Hauses – oder aber in einem Gebäude in naher Umgebung. Die Schutzräume werden im Alltag hauptsächlich für andere Zwecke benutzt, z.B. als Kellerräume, Lager oder Vereinslokale. Bei Bedarf können sie in kurzer Zeit zum Schutz für die Bevölkerung hergerichtet werden. Die Vorbereitung der Schutzräume, d.h. das Ausräumen und Einrichten, erfolgt aber erst auf Anordnung der Behörden. Die Schutzräume sind so ausgelegt, dass sie kürzere oder längere Aufenthalte (wenige Stunden bis mehrere Tage) ermöglichen.

Kaliumiodid-Tabletten

In den Gemeinden im Umkreis von 50 km um ein schweizerisches Kernkraftwerk wurden Jodtabletten vorsorglich an alle Personen verteilt, die sich regelmässig dort aufhalten. In diesen Gemeinden lagern Jodtabletten ebenfalls in Apotheken und Drogerien und können dort bei Verlust zum Preis von CHF 5.00 bezogen werden.

Die Jodtabletten schützen im Notfall davor, dass sich radioaktives Jod in der Schilddrüse anreichert. Die Einnahme von Jodtabletten zur Schilddrüsen-Blockade sollte nur auf Anweisungen der Behörden erfolgen.

Aktualisierte Informationen erhalten Sie auf der folgenden Website: https://gesundheit.lu.ch/themen/heilmittel

Flagge Ukraine